Analdrüsen-Probleme beim Hund

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Stinkt Ihnen das auch?

Die Hintergründe dieser leidigen Angelegenheit sind nicht immer leicht zu diagnostizieren. Ich beschreibe hier mal die Häufigsten und gebe Ihnen ein paar To-Do-Möglichkeiten an die Hand, die schon für Abhilfe sorgen können.

Die Analdrüsen unserer Hunde

sind nämlich so etwas wie deren Visitenkarte. Für unsere Nase dagegen riecht das Sekret, das in den Drüsen gebildet wird, offen gesagt „bääähhh“. Dieses Sekret wird in den Analbeuteln gesammelt, um anschließend mit dem Kot abgesetzt zu werden. Die Drüsen öffnen sich nach außen durch den Druck des Hunde-Kots und dadurch werden die Beutel entleert. Eigentlich ein perfekt aufeinander abgestimmtes System.

Drei Möglichkeiten, wodurch Probleme mit den Analdrüsen entstehen:

  1. Der Kot des Hundes ist über längere Zeit zu weich. Dadurch ist der Druck auf die Drüsenausgänge nicht hoch genug, so dass sich die Drüsen nicht selbst entleeren.To-Do: Sorgen Sie für eine zu ihrem Hund passende ballaststoffreiche, fetthaltige Ernährung, so dass er Kot eine gute Konsistenz bekommt. Hierfür eignen sich z.B. Flohsamen, die Sie  aufquellen lassen und ergänzend übers Futter geben.
  2. Über das längere Verweilen des Sekrets in den Analbeuteln kommt es zu Entzündungen. Der Hund versucht sich selbst zu helfen, indem er sein Hinterteil beleckt und beginnt, darauf herum zu rutschen. Durch die Reibung und die Fülle schwellen die Analbeutel an, verursachen Juckreiz und/oder Schmerz und das ist für den Hund sehr unangenehm.To-Do: warme Wickel z.B. mit Kamille wirken entzündungshemmend. Die können Sie 1-2x tägl. mit einem Leinentuch für ca. 10 min. auflegen. Im Falle einer Entzündung empfehle ich jedoch, die Analdrüsen beim Tierarzt fachmännisch entleeren zu lassen.
  3. Die Drüsenausgänge verstopfen, weil das Sekret nicht abfließen kann, die Drüsen produzieren aber weiterhin, was dann zu einer „Überfüllung“ führt. Im weiteren Verlauf dehnen sich die Analbeutel immer weiter. Durch diese permanente Überdehnung verliert das Gewebe an Festigkeit. Man könnte sagen, es verschleißt.To-Do: Auch in diesem Fall empfehle ich zunächst einen Tierarztbesuch zur fachmännischen Entleerung der Drüsen. Anschließend sollte man u.a. eine bindegewebs-stärkende Therapie einleiten. Dafür eignet sich eine naturheilkundliche Unterstützung z.B. phytotherapeutisch, mit passenden Mineralstoffen oder auch mit Akupressur.

Sie sehen: Man kann selbst etwas dagegen tun, dass sich diese lästig-stinkige Angelegenheit chronifiziert. Eine gute Anamnese macht deutlich, wo genau beim einzelnen Hund das Problem liegt.

Wenn das klar ist, kann man mit einer passenden Therapie gegensteuern. Eine Ernährungsanpassung ist eine gute Ausgangsbasis und dann sollte man schauen, welche zusätzlichen Maßnahmen nötig sind.

Unterm Strich ist eine alternative Behandlung zur konventionellen Vorgehensweise durchaus sinnvoll, denn mit dem passenden Konzept lässt sich der Rhythmus für die Analdrüsen-Entleerung häufig verlängern.

 

Foto: pixabay