Schneegastritis – Winterthema bei Hund und Katze

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Mal ehrlich:

Wir haben Spaß wie Bolle, wenn Hund und Katze dem von uns geworfenen Schneeball nachjagen, stimmt’s? Denn wir lieben es in jedem Jahr, wenn endlich wieder die weiße Pracht unsere Landschaft für einige Tage bis Wochen in ein ganz anderes Kleid hüllt. Für die Natur ist dieser Ruhezustand sehr wichtig, damit sie sich für eine gewisse Zeit ganz zurückziehen und sich auf den nächsten Frühling vorbereiten kann. Und bei uns Menschen steigt dann oft die Laune, weil die Tristesse durch das strahlende Weiß für ein paar Tage unterbrochen wird.

Und wo ist jetzt das Problem?

Namentlich heißt das Schneegastritis und ist eine Schleimhaut-Reizung des Magens, die durch Fressen von Schnee oder durch trinken von kaltem Wasser entsteht.

Ursache und Symptome der Schneegastritis

Das vermehrte fressen von Schnee oder trinken von eiskaltem Pfützenwasser z.T. auch in Verbindung mit Streusalz sorgt für Magenschmerzen und im Verlauf zur entzündlichen Veränderung der Magenschleimhaut. Denn nicht jeder Hund oder jede Katze kann kaltes Wasser gut vertragen. Die Magenschleimhaut wird gereizt, sie schwillt an und es kommt zu Unwohlsein, Übelkeit und evtl. Aufgasung.

Und woran merke ich das?

Fragst du dich nun richtiger Weise. Wenn Hund und Katze nach dem Schneeball-Spiel durch zu viel aufnehmen von Schnee und kaltem Wasser plötzlich beginnen zu speicheln, würgen, leer schlucken, dem Versuch zu erbrechen, Appetitlosigkeit zeigen, nach Ruhe verlangen, jammern, gurgeln im Bauch, sich zusammenkringeln beim Liegen, den Rücken aufkrümmen, Gebetshaltung zeigen. Manchmal kommt es aber auch direkt zu einer Aufgasung des Magens, was dann von der Symptomatik einer Magendrehung gleicht und direkt behandelt werden sollte.

Meine 6 Tipps rund ums Thema Schneegastritis:

  • Vermeide möglichst das Fressen von Schnee bei Hund und Katze, wenn das Tier von sich aus zuviel Schnee frisst oder kaltes Pfützen-Wasser trinkt, dann unterbinde das möglichst.
  • Unterlasse das Werfen von Schneebällen, die Hund und Katze dann als Ersatzbeute betrachten. Selbst wenn du unglaublichen Spaß hast, animiere dein Tier nicht zum Fangen von Schneebällen. Statt dessen, genieße die weiße Pracht bei einem gemütlichen Hundespaziergang.
  • Achte darauf, dass dein Tier möglichst keinen Schnee frisst, der Streusalz oder gar Frostschutzmittel enthält, denn das reizt die Magenschleimhaut zusätzlich und kann im weiteren Verlauf zu Vergiftungserscheinungen und weiteren Verdauungsproblemen führen.
  • Biete deinem Tier, wenn es Symptome einer Schneegastritis zeigt, für einige Tage nur zimmerwarmes Wasser an. Evtl. kannst du bei deinem Hund auch Fenchel oder Pfefferminz-Tee übers Futter geben, das kann zur Beruhigung der Magenschleimhaut beitragen.
  • Haferschleimbrei mit geriebenem Apfel oder aufgequollene Flohsamen können der gereizten Magenschleimhaut gut tun.
  • Füttere für einige Tage kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten (mageres Fleisch mit Quark), dafür aber öfter.

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Abschießend: Für akute Probleme nach Schneefressen wende dich bitte direkt an die Tierheilpraxis/Tierarztpraxis deines Vertrauens.

Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner einen tierisch gesunden Winterspaß.